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 Forum | Gedichte / Autoren-Ecke | Seite 4, Beiträge 31-40 


 
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Chat & Flirt Gedichte / Autoren-Ecke
 
 
Beiträge 31 - 40

 
Profil von REnate2 (43w)Profil von REnate2 (43w)
REnate2 (43w) schrieb am 12.06.08, 12:27 Uhr:

Kuss-Gedicht !!

Der Menschheit größter Hochgenuss
ist ohne Zweifel wohl der Kuss.
Er ist beliebt, er macht vergnügt,
ob man ihn gibt, ob man ihn kriegt.
Er kostet nichts, ist unverbindlich
und vollzieht sich immer mündlich.
Hat man die Absicht, dass man küsst,
so muss man erst mit Macht und List
den Abstand zu verringern trachten
und dann mit Blicken zärtlich schmachten.
Die Blicke werden tief und tiefer,
es nähern sich die Unterkiefer.
Man pflegt dann mit geschlossenen Augen
sich aneinander festzusaugen.
Jedoch nicht nur der Mund allein
braucht eines Kusses Ziel zu sein.
Man küsst die Wange und die Hände
und auch noch and're Gegenstände,
die ringsherum mit Vorbedacht
sämtlich am Körper angebracht.
Auch wie man küsst, das ist verschieden,
im Norden, Osten, Westen, Süden.
So mit Bedacht und mit Gefühl,
der eine heiß, der and're kühl.
Der eine haucht, der and're schmatzt,
als ob ein alter Reifen platzt.
Hingegen wiederum der Keusche
vermeidet jegliche Geräusche.
Der eine kurz, der and're länger,
den längsten nennt man Dauerbrenner.
Ein Kuss ist, wenn zwei Lippenlappen
in Liebe aufeinander klappen
und dabei ein Geräusch entsteht,
als wenn die Kuh durch Matsche geht.


;-) ;-) ;-)


Profil von REnate2 (43w)Profil von REnate2 (43w)
REnate2 (43w) schrieb am 22.03.08, 12:57 Uhr:

Vom Osterhasen...

......der kein richtiger Osterhase war!!

Jedes Jahr kurz vor Ostern ging es im Osterhasendorf sehr geschäftig zu. Es gab so viele Sachen zu tun. Schließlich sollten alle Kinder beschenkt werden. Und dafür mussten viele Eier bemalt werden. So war die Zeit vor Ostern eine sehr hektische Zeit, aber die Osterhasen störte das nicht. Die blitzenden Augen der Kinder, wenn sie am Ostersonntag die Eier fanden, entschädigte sie für all die Mühe.
Nur ein Osterhase war in dieser Zeit nicht beschäftigt. Es war der kleine Jimmy. Jimmy war ein junger Hase mit einem wuscheligen weißen Fell. Er war sehr tollpatschig und ließ andauernd Eier fallen. Deshalb hatte ihm sein Vater verboten, beim Bemalen der Ostereier zu helfen. Jimmy war sehr traurig darüber. Die Zeit vor Ostern ist für gewöhnlich die schönste Zeit für Osterhasen, denn sie lieben es, anderen eine Freude zu machen. Jimmy ging deswegen mit hängenden Ohren durch das Osterhasendorf und grübelte, wie auch er den Kindern eine Freude machen könnte. Doch ihm fiel nichts ein. Er konnte einfach nichts besonderes. Er hatte überhaupt keine Talente, oder zumindest keine, die einem Osterhasen nutzen. Er war sehr gut darin, den Clown zu spielen, und unterhielt seine Freunde oft mit den komischen Verrenkungen, die er machte. Aber er hatte keinerlei nützliche Fähigkeiten. Und seine Freunde waren jetzt ja alle mit Ostereier bemalen beschäftigt, so dass Jimmy sich nicht nur sehr nutzlos vorkam, sondern auch sehr einsam war.

Um dem geschäftigen Treiben im Dorf nicht länger zusehen zu müssen, verließ Jimmy das Dorf und trottete bedrückt über die daran angrenzende Wiese.
Bald kam er zu den ersten Häusern des nahegelegenen Menschendorfes. Es war erstaunlich warm für die Jahreszeit, und so waren viele Menschen in ihren Gärten beschäftigt und die Kinder spielten auf dem Spielplatz. Das Treiben war hier also fast genauso geschäftig wie im Osterhasendorf. Jimmy fühlte sich noch einsamer. Jeder schien entweder etwas zu tun, oder Freunde, mit denen er spielen konnte, zu haben. Nur er war allein. Tief versunken in Selbstmitleid trottete er weiter durch das Dorf.
Plötzlich entdeckte er in einem Garten ein Mädchen. Es saß dort ganz allein in einem Rollstuhl und sah nicht besonders glücklich aus. Neugierig hoppelte Jimmy näher. War da etwa jemand genauso unglücklich und einsam wie er? Jimmy beschloss, das Mädchen zu beobachten, und versteckte sich unter einem Busch am Rande des Gartens.
Lange Zeit geschah gar nichts. Das Mädchen saß in seinem Rollstuhl und hatte ein Buch auf dem Schoß. Aber es las nicht darin, sondern schaute mit traurigen Augen in die Ferne. Dann hörte man die Stimme einer Frau, vermutlich die von der Mutter des Mädchens. "Annabel, komm herein, das Essen ist fertig!" rief sie. Geschickt wendete das Mädchen seinen Rollstuhl und fuhr ins Haus.
Jimmy hoppelte nachdenklich zurück ins Osterhasendorf. Annabel hieß das Mädchen also. Sie hatte so traurige Augen. Er überlegte, ob es irgendeine Möglichkeit für ihn gab, das Mädchen glücklicher zu machen. Wie gerne würde er Ostereier für sie bemalen und ihr bringen. Aber das konnte er ja nicht. Aber es musste doch eine andere Möglichkeit geben, Annabel eine Freude zu bereiten.
Bis zum nächsten Tag war Jimmy allerdings nichts eingefallen. Trotzdem beschloss er, zum Menschendorf zu gehen. Er hoppelte also los, und alles sah aus wie am Tag zuvor. Viele Menschen arbeiteten in ihrem Garten und die Kinder spielten auf dem Spielplatz. Und Annabel saß allein in ihrem Rollstuhl in der Sonne vor dem Haus. Jimmy versteckte sich wieder unter dem Busch und beobachtete sie den ganzen Tag. Manchmal kam die Mutter heraus zu Annabel, und manchmal fuhr Annabel ins Haus, um etwas zu  essen. Aber die meiste Zeit saß Annabel in ihrem Rollstuhl im Garten und schaute mit traurigen Augen in die Ferne.

An diesem Abend hoppelte Jimmy sehr nachdenklich zurück ins Osterhasendorf. Ihm war klar, er musste etwas für dieses Mädchen tun. Sie sah so traurig aus. Aber was? Ob er sich ihr zeigen sollte? Eigentlich hielten die Osterhasen sich ja von den Menschen fern. Aber diesem Mädchen musste er einfach helfen. Und er sah keine Möglichkeit, wie er das tun sollte, ohne sich ihr zu zeigen. Nun gut, er wusste auch nicht, wie er Annabel aufmuntern sollte, wenn er sich ihr zeigte, aber ihm würde schon noch etwas einfallen.
So machte er sich am nächsten Tag also wieder auf den Weg zum Menschendorf. Zunächst versteckte er sich wieder unter dem Busch und wartete ab. Annabel war noch nicht im Garten. Doch nach kurzer Zeit öffnete sich die Tür und sie kam heraus. Eine zeitlang las sie. Doch dann legte sie das Buch auf ihre Knie und starrte wieder mit traurigen Augen in die Ferne.
Jetzt muss ich was tun, dachte sich Jimmy. Irgendwie muss ich sie dazu bringen, fröhlicher zu werden. Er hoppelte also unter den Busch hervor und setzte sich direkt vor den Rollstuhl. Zunächst bemerkte Annabel ihn nicht. Doch dann blickte sie herunter.
"Oh, wo kommst du denn her?" fragte sie erstaunt.
Jimmy überlegte fieberhaft, was er jetzt machen sollte. Dann beschloss er, einfach das zu tun, was er am besten konnte: Den Clown spielen. Er vollführte also lustige Verrenkungen und brachte Annabel so wirklich um Lachen. Als ihre Mutter aus dem Haus kam, um zu gucken, warum Annabel lachte, verschwand Jimmy allerdings schnell wieder im Gebüsch. Und Annabels Mutter wollte ihrer Tochter nicht glauben, dass da eben noch ein tanzender Hase gewesen war.
"Manchmal hast du zuviel Fantasie", meinte sie.
Kaum war die Mutter im Haus verschwunden, kam Jimmy wieder hervor. Er machte weitere Verrenkungen und Annabel und Jimmy verbrachten so beide einen vergnügten Tag.

Auch am nächsten Tag hoppelte Jimmy wieder zu Annabel. Die saß bei seiner Ankunft schon im Garten und sah sich suchend um.
"Da bist du ja", meinte sie. "Ich hatte gehofft, dass du wieder kommst. Auch wenn ich nicht daran geglaubt hatte. Aber es ist so schön, wenn du da bist. Auch wenn du nur ein Hase bist. Ich bin zur Zeit so einsam."
An diesem Tag brachte Jimmy Annabel wieder mit seinen komischen Verrenkungen zum Lachen. Und Annabel schüttete Jimmy ihr Herz aus. Sie erzählte ihm, dass sie jedes Jahr im Frühling, wenn die ersten warmen Tage kommen, sehr einsam ist.
"Weißt du", meinte sie, "ich habe ja einige Freundinnen. Und die sind ja auch alle sehr lieb. Aber die erste Zeit wenn es draußen wieder warm wird, wollen sie unbedingt draußen spielen und toben. Und da kann ich ja nicht mitmachen." Wehmütig blickte Annabel auf ihren Rollstuhl.
"Nach ein oder zwei Wochen besinnen sie sich dann wieder auf mich, und wir unternehmen gemeinsam Sachen. Aber diese erste Zeit ist jedes Jahr wieder schrecklich. Aber ich kann es ihnen eigentlich nicht vorwerfen, dass sie das schöne Wetter ausnutzen und nach dem langen Winter endlich wieder draußen toben wollen. Ich verstehe sie ja."
Sie sah auf Jimmy herunter, der sie mit schräggelegtem Kopf ansah.
"Du siehst so aus, als ob du mich verstehst. Aber das kann ja eigentlich nicht sein."
Gerne hätte Jimmy ihr erzählt, dass er sie wirklich verstand, doch das konnte er nicht. Annabel verstand die Hasensprache ja nicht. Aber er beschloss, auch in den nächsten Tagen wiederzukommen, so lange, bis Annabels Freundinnen sich wieder an sie erinnerten. So war beiden geholfen. Jimmy hatte etwas zu tun und kam sich nicht mehr so nutzlos vor und Annabel fühlte sich nicht so einsam.
Die Freundschaft, die zwischen den beiden entstand, hielt viele Jahre. Jedes Jahr im Frühling, wenn es wärmer wurde, hoppelte Jimmy zu Annabels Haus. Dort erwartete Annabel ihn schon, die jedes Jahr aufs neue gespannt war, ob der lustige weiße Hase wohl wiederkommen würde. Jimmy unterhielt sie dann mit lustigen Bewegungen, und Annabel schüttete ihm ihr Herz aus. Diese Freundschaft war für beide etwas ganz besonderes. Annabel war gerührt von der Treue des weißen Hasens, und Jimmy war glücklich, dass so auch er einen Menschen in der Osterzeit glücklich machen konnte. Denn das ist es schließlich, was Osterhasen am liebsten tun: Anderen eine Freude bereiten!



Profil von REnate2 (43w)Profil von REnate2 (43w)
REnate2 (43w) schrieb am 03.03.08, 10:54 Uhr:

Organspende !??


hast du auch schon mal in der Zeitung gelesen
dass viele Leute die krank sind
ganz dringend Organe brauchen
also Herz oder Niere und so weiter
und dass es so wenig Organspender gibt
die bereit sind
wenn sie gestorben sind,
und ihr Herz oder ihre Niere nicht mehr brauchen
vorher in einem Ausweis erklären sollen
dass
wenn man gestorben ist
nachträglich damit einverstanden ist
dass man das Herz oder die Niere herausnehmen kann--->
für die
die das noch gut gebrauchen können
also im Grunde
ist das ja 'ne gute Sache
selber kann man mit den Organen ja nichts mehr anfangen
wenn man gestorben ist
und wenn man anderen helfen kann damit
prima Sache
aber ich weiß nicht genau???---->>>
ob nicht ein Haken dabei ist--
man weiß ja nicht
was nach dem eigenen Tod noch so alles auf einen zukommt???

Stell dir mal vor
du bist tot ---
irgendwann trifft es einen ja doch
dann steht man vor dem Himmelstor
und klopft oder schellt
und Petrus macht auf und sagt
ach Sie sind es
gute Reise gehabt
ich weiß Sie wollen hier 'rein
aber die Sache ist so
aus Ihrer Akte geht hervor
dass Sie erklärt haben
Ihre Organe zu spenden
wenn Sie mal tot sind
und mit Ihrem Einverständnis
ist Ihnen
das heißt Ihrem Körper
nun das Herz rechtzeitig entnommen worden
und jetzt haben wir ein Problem
hier dürfen nur Leute 'rein
die tot sind
das heißt
ganz tot sind
das trifft für Sie leider nicht zu
Ihr Herz lebt noch
und wie
ist einem jungen Mann eingepflanzt worden
der kann in 5 Monaten wieder Handball spielen
und wenn man dann antwortet
aber ich kann doch auch nicht wieder zurück
dann sagt Petrus vielleicht
verstehen Sie uns doch
Vorschrift ist Vorschrift
aber da sich solche Fälle
wie Sie einer sind
in letzter Zeit häufen
haben wir eine Zwischenlösung
Sie müssen jetzt leider in die Warte schleife
bis der junge Handballer auch soweit ist
aber wir haben hier einen gemütlichen Warteraum
mit Illustrierten
kommen Sie erst einmal rein

so und nun sag ich dir
diese Sache könnte mich daran hindern
einen solchen Ausweis auszufüllen
wer will schon jahrelang im Wartezimmer sitzen
und alte Illustrierten lesen....?????





Profil von REnate2 (43w)Profil von REnate2 (43w)
REnate2 (43w) schrieb am 27.02.08, 12:02 Uhr:

Himmlisch




So frei wie ein Vogel möchte ich sein,
vogelfrei mit Dir allein.
Mit Dir möchte ich durchs Leben fliegen,
und die ganze Welt besiegen.
Im Traum hab ich mir vorgestellt,
wir fliegen durch das Himmelszelt,
zu den Sternen, zu dem Mond,
dorthin wo die Liebe wohnt.
Hinauf in die Unendlichkeit,
ohne Raum und ohne Zeit.
Was ist Schein und was ist Sein,?
Es müssen nicht nur Träume sein....!


Profil von REnate2 (43w)Profil von REnate2 (43w)
REnate2 (43w) schrieb am 27.02.08, 11:01 Uhr:

Eine Schreibtischlampe von IKEA

Neulich konnte ich mich nicht wirklich aufraffen zu arbeiten. Nachdem ich den halben Tag
so getan habe als ob, dachte ich, mach was Nützliches, fahr rüber zu IKEA und kauf 'ne
Schreibtischlampe.


Super Idee, doch das tückische an IKEA ist, dass man da alles kauft, nur nicht das, warum
man eigentlich dahin gefahren ist. Sobald sich die ausweichenden Schiebeglastüren hinter
einem schließen, bleibt der Verstand draußen und das Herz hüpft im Takt der berieselnden
Hintergrundmusik.

Wohlplatzierte Gemeinheiten hocken da in Billi Regalen und belauern die ahnungslose Kundschaft.
„Will ich haben“, schießt es mir unaufhörlich durch den Kopf. „Nix da!“, denke ich tapfer und gehe
weiter. „Ich das haben will!“, hämmert es immerzu. „Nein!“, belle ich zurück und marschiere mit
preußischer Disziplin den Gang entlang.
Ich leide Höllenqualen, denn neben drolligem Unsinn weckt so mancher Produktname Erinnerungen
an den ein- oder anderen Verflossenen, wie „Molger“, das praktische Regal für € 39.95. Nun, so
billig war Holger nicht zu haben, und wirklich praktisch war der nie. Es folgt „Dave“, seines
Zeichen Laptop Tisch, oje, bloß schnell weiter gehen. „Mikael“, das Schubladen Element auf Rollen,
wo waren noch gleich die Toiletten?
Andere Namen wiederum verwirren mich, wie der neue „Olle“ Stuhl. Ist der jetzt neu oder oll?
In jedem Fall ist der unbequem, darum gehe ich unbeeindruckt weiter.

Doch dann, nach einem nicht enden wollenden Parkour durch wundersame Wohnwelten, mit
knuddeligen Accessoires, lande ich in der Mädchenkram-Abteilung. Hier beginnt der echte
Härtetest, denn, noch immer habe ich die Leuchtmittel abteilung nicht erreicht, und die so genannte
Abkürzung hat sich als Finte herausgestellt. (Reingefallen! Gehe nicht über Los, ziehe nicht 4000.-
Euro ein...)
Ich bin in der Bettwäsche Abteilung, und mein Selbstschutz schmilzt dahin. Wer will nicht in
„Morle“ schlafen - schon der Name ist Musik. Ich habe verloren und hole gleich drei Paar Überzüge
in hellgrau, mittelgrau und dunkelgrau, natürlich uni. Und wo ich schon mal dabei bin, packe ich
mir den Wagen voll Handtücher, Geschirr Tücher (kann man immer gebrauchen) und die immer
wieder gern genommenen Teelichte.
Sind die Hemmungen einmal gefallen geht es weiter mit Kerzen in putzig-bunten Glasschälchen
und die unvermeidliche niedliche Topfpflanze, die jetzt noch knall grün ist, aber bereits morgen
anfängt gelbe Blätter zu bekommen.
Doch wer bei IKEA einkauft denkt heute nicht an morgen, gell.
Hm, ist mein Geschirr noch gut? Fragen über Fragen, und als ich endlich die Kasse erreicht habe
ist der Wagen voll.
Die Kassiererin strahlt mich an und nennt mir den Betrag. Ich stutze kurz, soviel Geld für eine
Schreibtischlampe? Doch was sehe ich denn da, ausgerechnet die habe ich vergessen.
Kurz bricht mir der Schweiß aus. Zurück zur Leuchtmittelabteilung? Keine Chance, nochmal
Schlange stehen ist nicht drin.
Also gut, da muss ich jetzt durch, und zahle mit Postkarte, soviel Geld schleppe ich nicht mit mir
herum.

Ich lache trotzdem noch, weil ich zugeben muss, es hat so richtig Laune gemacht, Geld für Stuss
und Unsinn auszugeben, die so herrlich melodische, teils verwirrende und manchmal auch
praktische Namen haben, wie „Hol“, der leere Wäschekorb aus Naturholz. Oder war „Hol“ als
Aufforderung gemeint? Während ich darüber nach grüble schließe ich den Wagen auf und packe
aus, bis ich die hellgraue „Morle“ in Händen halte.

Ach Morle, du süsses Schlummerle, auf dich freue ich mich jetzt schon riesig!
Na dann gute Nacht, mit besten Grüßen von IKEA.


:-)


Profil von REnate2 (43w)Profil von REnate2 (43w)
REnate2 (43w) schrieb am 01.01.08, 17:47 Uhr:

Eine Neujahrsgeschichte....


Jedes Jahr vollziehen die Menschen den üblichen Jahreswechsel. Ein altes geht ---> ein neues kommt. Auch wenn sich nicht alle Wünsche und Pläne des alten erfüllt haben, es hat einem neuen Jahr Platz zu machen.
In der Regel geschieht das auch völlig reibungslos. Die Menschen feiern und wünschen sich alles Gute. Dann kehren sie mit guten Vorsätzen in ihren Alltag zurück. Hin und wieder gibt es aber doch kleine Ungereimtheiten. Eine solche trug sich vor ein paar Jahren zu, es ist also noch nicht einmal so lange her.

Damals versammelten sich im Himmel zum Jahresende pünktlich alle am Jahreswechsel Beteiligten, jeder streng nach seiner Rangordnung platziert. In der ersten Reihe war dem eben eintreffenden Alten Jahr ein Ruheplatz bereitgestellt worden. Gleich daneben stand ein zweiter Sitz noch leer - jener für das zu begrüßende Neue Jahr. Anfangs dachte sich keiner etwas dabei, waren doch alle über pünktlich erschienen. Einer nach dem andern wurde aber etwas unruhig. "Unüblich!" raunte ein Engel, "Nun müssen wir bald anfangen mit der Übergabe, sonst werden wir bis Mitternacht nicht fertig werden.“ Und das abtretende Alte Jahr fügte hinzu: „Ich denke, wir müssen das Neue Jahr umgehend suchen....., sonst stünde eventuell gar das Ende der Zeiten vor der Tür.“ So schwärmte Groß und Klein aus und hielt Ausschau, ob sich das Neue Jahr nicht etwa hinter einem vergessenen Stern versteckt hätte!!!!!!
Nach Minuten verzweifelter Suche wurde es endlich aufgespürt. In einem kleinen Winkel gleich neben der Himmelspforte hatte es sich verkrochen. "Was hast Du dir dabei nur gedacht?“ wollte der heilige Petrus leicht ungeduldig von ihm wissen, „Du bringst mit deinem Verhalten den ganzen Weltenlauf durcheinander!" - "Ich hatte etwas ANGST ", erwiderte das Neue Jahr leise: „Seht, alleine soll ich während dreihundertfünfundsechzig Tagen die Verantwortung für die ganze Welt tragen. Wenn ich nun einen Fehler mache? Wenn ich etwas übersehe oder vergesse? Diese Verantwortung ist zuviel für mich allein." Der heilige Petrus nickte, dachte kurz nach und antwortete dann verständnisvoll: "Die ganze Verantwortung zu tragen ist gewiss eine große Aufgabe. Fehler können geschehen und bleiben nicht folgenlos, auch das ist richtig. Aber ich bin überzeugt, mein liebes Neues Jahr, dass gerade Du am besten dazu geeignet bist. Du bist frisch an Kräften, gänzlich unverbraucht und noch voller Hoffnung. Es kommt nicht darauf an, die beste Lösung immer gleich zur Hand zu haben. Viel wichtiger ist es, das Du alles aus Liebe zu den Menschen tust und mit der guten Absicht, nicht leichtfertig mit Deiner Zeit umzugehen. Ich glaube, gutes Neues Jahr, ein besseres Jahr als Dich hätte zur Zeit niemand finden können. Und eines soll Dir Mut machen: Auch wenn Du nicht fertig wirst mit Deiner Arbeit, es kommt nach Dir wieder ein Neues Jahr. Manche Dinge brauchen Zeit und machen viel Mühe, aber einmal müssen sie begonnen werden. Das ist nun Deine Aufgabe." Das Neue Jahr blickte in die Runde, wo sich in jedem Blick Erwartung und Ermutigung spiegelte. Es nickte dem heiligen Petrus zu, der nahm das Neue Jahr an der Hand und führte es entschlossen zur Himmelspforte. Die Zeit war knapp geworden. Schnell wurde die Arbeit des Alten Jahres verdankt, und die Himmlischen gaben dem Neuen letzte gute Ratschläge mit auf den Weg. Damit begann es dann endgültig, dieses Neue Jahr...

Ihr glaubt die Geschichte nicht? Ehrlich, genau so hat sie sich zugetragen! Ich werde es Euch beweisen. Vor ein paar Jahren begann der erste Tag eines Neuen Jahres mit genau einer Sekunde Verspätung. Als die Wissenschaftler den Fehler bemerkten, mussten die Menschen auf der Erde die Uhren für eine Sekunde anhalten, damit sie wieder richtig gingen. Die meisten Menschen führten dies auf einen Messfehler zurück, auf eine kleine Unregelmäßigkeit im Sonnenlauf oder die Tücken des Kalenders selbst --- aber in Wirklichkeit --- na ja, denkt was Ihr wollt ---> nun kennt ihr die Geschichte ..


Profil von REnate2 (43w)Profil von REnate2 (43w)
REnate2 (43w) schrieb am 25.12.07, 12:34 Uhr:

Re: Der kleine Baumwollfaden

Danke schön -- wünsche Dir ebenfalls schöne Weihnachten & einen guten Rutsch ---> smile ! Diese kleine Geschichte ist auch total schön und wie ich finde passt Sie sehr gut in Die Weihnacht! Bey Bey.. :-)
Antwort auf 'Re: Der kleine Baumwollfaden'

von snake_31m (31m), 24.12.07, 20:32 Uhr


Profil von REnate2 (43w)Profil von REnate2 (43w)
REnate2 (43w) schrieb am 23.12.07, 19:27 Uhr:

Der kleine Baumwollfaden


Es war einmal ein kleiner Baumwollfaden, der hatte Angst, dass es nicht ausreicht, so, wie er war.

�Für ein Schiffstau bin ich viel zu schwach,� sagte er sich, �und für einen Pullover zu kurz. An andere anzuknüpfen, habe ich zu viele Hemmungen.

Für eine Stickerei eigne ich mich auch nicht, dazu bin ich zu blass und farblos.

Ja, wenn ich aus Lurex wäre, dann könnte ich eine Stola verzieren oder ein Kleid.

Aber so?! Es reicht nicht! Was kann ich schon?

Niemand braucht mich. Niemand mag mich � und ich mich selbst am wenigsten.

So sprach der kleine Baumwollfaden, legte traurige Musik auf und fühlte sich ganz niedergeschlagen in seinem Selbstmitleid.

Da klopfte ein Klümpchen Wachs an seine Tür und sagte: �Lass dich doch nicht so hängen, du Baumwollfaden. Ich hab da so eine Idee. Wir beide tun uns zusammen.

Für eine Osterkerze bist du zwar als Docht zu kurz und ich hab dafür nicht genug Wachs, aber für ein Teelicht reicht es allemal.

Es ist doch viel besser, ein kleines Licht anzuzünden, als immer nur über die Dunkelheit zu jammern!�

Da war der kleine Baumwollfaden ganz glücklich, tat sich mit dem Klümpchen Wachs zusammen und sagte:

�Nun hat mein Dasein doch einen Sinn�.

Und wer weiß, vielleicht gibt es in der Welt noch mehr kurze Baumwollfäden und kleine Wachsklümpchen, die sich zusammentun könnten, um der Welt zu leuchten?

:-*


Profil von REnate2 (43w)Profil von REnate2 (43w)
REnate2 (43w) schrieb am 23.12.07, 11:07 Uhr:

Weihnachtsgeschichte !

Ein kleines Kätzchen lag eingerollt auf einer Stufe eines alten Hauses. Sein kleiner Bauch hob sich langsam auf und ab.
Es war ein Tag vor Weihnachten. Die vielen Füße mit den dicken Winterschuhen die an dem Kätzchen vorbeilaufen bemerkt es nicht.
Es hatte leicht angefangen zu schneien und ein kalter Wind pfiff um die Häuserecken.
Das grauweiße Kätzchen schlug die Augen auf und steckte die Nase in die feucht Luft. Kalt ist es geworden und es gab heute noch nichts zu fressen. Es streckte sich und beobachtete die vielen Menschen die hektisch und schnell durch die Straßen liefen.
So eine Kälte kannte es nicht, denn es war erst im März geboren worden und bei der Mutter mit all den vielen Geschwistern war es herrlich warm gewesen. Der Geruch der Milch die es regelmäßig zu trinken gab stieg ihm in die Nase und es leckte sich das kleine Maul.

Schön war es da gewesen, aber plötzlich waren die Geschwister weg und die Mutter hatte sich nicht mehr um es gekümmert. Das war eine schlimme Zeit gewesen, auf einmal mußte sich das Kätzchen selbst Nahrung suchen und die Geborgenheit der Familie fehlte ihm sehr.
Immer weiter lief es von dem Ort der zerronnenen Behaglichkeit fort und landete an einem Platz wo es viele Häuser und Menschen gab. Dort war es laut und gefährlich, die großen Gegenstände wechselten schnell und das Kätzchen mußte oft einen riesigen Satz machen um einem rollendem Ungeheuer auszuweichen.

Es gab zwar viele Mäuse und Reste von Fressen in großem Behältern, aber gemütlich war das nicht.
Auch die Revierprobleme der bereits einheimischen Katzen war immer wieder ein großes Problem. Ständig gab es Auseinandersetzungen und Raufereien bei dem auch mal Blut floß.
Das Leben war schwierig und gefährlich geworden und nur in ihren Träumen konnte das kleine Kätzchen noch Freude empfinden.
Und jetzt war es auch noch kalt geworden. Die Nässe kroch sich unters Fell und einen warmen Schlafplatz zu finden wurde immer schwieriger.

Traurig und mit knurrendem Magen schlich das Kätzchen die graue Hausmauer entlang. Die weißen Flocken die jetzt wild umher tanzten legten sich auf sein Fell und färbten es weiß.
Ein großer weißer nasser Ball flog ihm entgegen und zerplatze auf seinem Kopf. Das Kätzchen duckte sich ängstlich und hörte lachende Kinderstimmen an sich vorbeilaufen.
Es schüttelte sich und die kalte Masse fiel zu Boden. Überall brannten schon Lichter und die Dunkelheit breitete sich langsam über die Stadt. Jetzt mußte ein halbwegs warmer Schlafplatz gefunden werden und vielleicht lief ihm ja eine unvorsichtige Maus über dem Weg. Das wäre mal ein Glück. Aber die gewieften Stadtmäuse hatten längst die Taktik der Katzen erkannt und versteckten wohlweislich in ihren tiefen Löchern.

Die vielen dunklen und unheimliche Gänge der nassen Straßen machten ihm immer wieder Angst.
Mutlos setzte es sich kurz auf den Randstein und schnaufte tief durch.
Still war es geworden und kein Licht brannte mehr. Es schien, als würden alle Häuser verschwunden und kein Geräusch war zu hören.

Plötzlich sah es in einer nahen Querstraße eine helles Licht leuchten.
Das war so hell, daß das Kätzchen die Augen zuzwinkern mußte. Vorsichtig setzte es eine Pfote vor die andere und schlich in die Nähe der ungewohnten Helligkeit. Sein Herz klopfte wild doch eine angeborene Neugier ließ sich nicht verleugnen.
Als es um die Ecke lugte woher das merkwürdige Licht kam glaubte es seinen Augen nicht zu trauen.
Das Licht schien wie ein Kreis und in dem Kreis saß ein dicker Mann mit einem langen, weißem Bart und einem rotem Mantel und neben ihm stand eine Kutsche und daran waren große Tiere eingespannt. Er hatte die Hand an der Stirn und schüttelte ständig den Kopf und murmelte:

„Ohje, ohje, ohje, ohje“.


Um ihm herum lagen lauter Spielsachen kunterbunt durcheinander. Da gab es Puppen, Stofftiere – auch eine rote Stoffkatze war darunter -, Naschwerk und vieles mehr. So viele herrlich Sachen hatte das Kätzchen noch nie gesehen.
Der dicke Mann hielt eine alten Leinensack in die Höhe und sagte zu den komischen Tieren vor seiner Kutsche.
„Ihr wart eindeutig zu schnell. Ihr seid ja in die Kurve gegangen als wäre heute schon Silvester. Jetzt haben wir den Salat. Bis ich den Sack wieder gefüllt habe ist es ja bereits hell und dann können wir sehen wie wir das schaffen.“

Die braunen Tiere mit den großen Hörner standen betreten da und steckten die Köpfe zusammen.
Es war ihnen anscheinend sehr peinlich.

Das Kätzchen konnte sich gar nicht satt sehen an diesen vielen Herrlichkeiten. Wie schön mußte das sein, mal wieder so richtig ungezwungen zu spielen und etwas so richtig zu zerfetzen, sowie es immer mit den Geschwistern gewesen war. Das Licht strahlte eine wohlige Wärme aus und das Kätzchen hätte sich gerne in mitten der Spielsachen gesetzt und nur geschaut.

Aber der fremde Mann war sehr ungehalten und schüttelte weiter pausenlos den Kopf.

Vielleicht schleiche ich mich einfach mal heran und verstecke mich unter dem großen Teddybären, dachte es mutig. Der Mann dreht ihm sein dickes Hinterteil zu und war ganz vertieft darin, einer Puppe das lange blonde Haar zu entwirren.
Kätzchen machte eine kleinen Sprung und kroch ganz leise unter den großen braunen Bären. Er hatte eine dickes, weiches Fell und er erzeugte eine wunderbare Wärme. Mit weit geöffneten Augen beobachtete es den großen Mann der –es traute kaum seinen Ohren- ein kleines Liedchen vor sich her sang.
„Morgen Kinder wird’s was geben, morgen werden wir uns freuen. Welch ein Trubel, welche eine Leben, wird in unserem Hause sein. Einmal werden wir noch wach, heißa dann ist Weihnacht“.

Die Ohren des kleinen Kätzchens standen ganz hoch. Das war sehr schön was der dicke Mann da sang. Aber was war denn bitte sehr Weihnacht? Was zum Fressen? Oder heißen die Tiere vor der Kutsche Weihnacht?
Es überlegte, ob es dieses Wort schon mal gehört hatte, aber meistens hörte es nur „geh weg“ oder bekam einen Tritt.
Durch die Wärme und den Gesang des alten Mannes begann sich unser Kätzchen sehr wohl zu fühlen. Es entspannte sich und legte die Ohren an. Die Pfoten steckte es unter den Körper.
War das gemütlich, dachte es. Ich bleibe noch ein bißchen und dann verschwinde ich wieder, nahm es sich vor.
Die Augen wurden ihm immer schwerer und eine bleierne Müdigkeit breitet sich in seinem Körper aus. Nein, nein ich döse nur ein wenig, ich habe alles im Griff.

Das dachte es sich zumindest denn plötzlich wurde es von einer riesengroßen Hand hochgehoben und in der Sack gesteckt. Voller Angst und zu Tode erschrocken durch den leichten Schlaf machte das kleine Kätzchen einen Purzelbaum und versank immer tiefer in den großen dunklen Käfig. Die Krallen tief in den Teddybären gebohrt verharrte es voller Entsetzen in der Dunkelheit. Immer mehr Gegenstände fielen auf seinem Kopf und wurden mit der großen Hand in den Sack gestopft.

Oh nein, was ist nur passiert. Ich bin doch ganz wach gewesen, jammerte das kleine Kätzchen.
Wie komme ich da bloß wieder raus?
Aber das war nicht so einfach, denn der große Sack wurde mit einer Kordel verschnürt und auf einmal flog der Sack samt Inhalt in die Luft und fiel auf einen harten Boden. Gott sein Dank war der Teddybär dick gepolstert, denn sonst hätte sich unser Kätzchen ganz schön weh getan.
Aber damit war noch lange nicht alles zu Ende. Plötzlich gab es einen Ruck und alles war in Bewegung. Immer schneller und schneller wurde es und das Kätzchen hörte die Stimme des Mannes laut rufen.
„Los auf geht’s, keine Müdigkeit vorschützen wir haben Zeit aufzuholen“.


Es gab ein zischendes Geräusch und irgendwie wurde es dem Kätzchen plötzlich ganz leicht als würde es schweben und durch die Luft fliegen. Aber das kann ja nicht sein, Katzen können nicht fliegen und Menschen doch eigentlich auch nicht. Zumindest hatte es so was noch nie erlebt.
Doch es war so.

Der große Sack ruckelte und wackelte und das erste Mal in seinem jungen Leben war unser Kätzchen froh, daß es noch nichts gefressen hatte, denn sonst würde ihm jetzt furchtbar  schlecht werden.
Die Krallen fest in den Teddy verkeilt starrte es angstvoll in die Dunkelheit und sein kleines Katzenherz schlug ihm bis zum Halse.
Das war wirklich das sonderbarste, was es bis jetzt erlebt hatte. Nicht mal die Schlägerei mit dem schwarzen Tyrannen der in der Straße mit den vollsten Mülltonnen wohnte konnte es damit aufnehmen.
Immer höher und schneller ging es und das Kätzchen verlor bald jedes Zeitgefühl. Wahrscheinlich werde ich jetzt sterben? Schade, ich hatte doch noch so viel vor.
Traurig schloß es die Augen und krallte sich wieder fester in das weiche Fell des Teddybären.

Doch was war das? Plötzlich stand alles still. Es gab ein dumpfes Geräusch und der große Sack wurde hochgehoben. Wieder wurde unser Kätzchen ein wenig geschüttelt, aber nicht mehr so stark wie am Anfang. Es glaubt auch Stimmen zu hören und wärmer war es auch wieder geworden.

Kätzchen spitzte die Ohren und hörte was da draußen los war.

„Hallo liebe Kinder, wißt ihr denn, wer ich bin“ fragte die dunkle Stimme des großen Mannes.
Kätzchen hatte es gleich wieder erkannt.

„Du bist der Nikolaus“ schrien aufgeregte Kinderstimmen durcheinander.

Nikolaus, dachte das Kätzchen, schon wieder so ein fremdes Wort. Aber wenigstens wußte es jetzt, wie der große Mann mit Namen hieß.

„Das ist richtig, und weil ihr brav gewesen seid, habe ich euch auch etwas mitgebracht.“

Der Nikolaus öffnete den Sack und griff mit seiner großen Hand hinein. Er erwischte die blonde Puppe die knapp neben unserem jetzt wieder sehr ängstlichen Kätzchen lag.

„Die ist für dich, weil du ganz besonders fleißig in der Schule warst.“ sagte der Nikolaus freundlich.

„Vielen Dank, lieber Nikolaus“ bedankte sich eine artige Stimme.

„Und was bekomme ich“ rief eine helle Stimme ungeduldig dazwischen.

„Sei doch ruhig, du kommst auch noch dran“ Das klang so ähnlich wie die Stimme des Nikolaus, aber doch ein bißchen anders. Wieviele wollten denn da noch Geschenke? dachte das Kätzchen nervös.

„Für dich habe ich ganz was Schönes dabei“ lachte der Nikolaus

Wieder fuhr die große Hand in den Sack. Oh Schreck sie packte nach dem braunen, dicken Teddybären, an welchem unser Kätzchen so angstvoll klammerte.
Nein, nein, schrie es innerlich, und krallte sich noch mehr in das Fell und plötzlich gab es einen Ruck und Kätzchen war aus dem Sack und landete in zwei kleinen Kinderarmen.

Das war vielleicht ein Anblick.
Alle schauten mit großen Augen auf das kleine Kätzchen, welches sich am liebsten in den Teddybären hinein verkrochen hätte.

Der Nikolaus, die Eltern und das kleine Mädchen schauten verdutzt auf den kleinen Jungen der sein „Geschenk“ in den Armen hält.

„Eine Katze“ rief er freudig, „und ein Bär, gleich zwei Geschenke“.

„Da stimmt aber was nicht“ murmelte der Nikolaus stirnrunzelnd, „das stand nicht auf meiner Wunschliste“.

Auch die Eltern der Kinder schauten völlig entgeistert, erst auf die Katze und dann auf den Nikolaus.

„Ist die süß“, sagte das kleine Mädchen und streichelte liebevoll das Fell des Kätzchens.

„Schau mal sie hat ja Angst“. Die Mutter nahm unser Kätzchen, was noch völlig verängstigt an dem Teddy hing vorsichtig in den Arm und kraulte ihm das Köpfchen.

„Tja das ist zwar nicht ganz das was wir bestellt hatten, aber so ein hübsches Tierchen geben wir natürlich nicht mehr her. Dich schickt ja förmlich der Himmel zu uns.“ lachte die freundliche Frau und dann lachten alle.
Noch nie hatte Kätzchen so liebevolle Streicheleinheiten bekommen. Es begann sich zu entspannen und schnurrte ganz leise.

Die ganze Familie stand jetzt um den unfreiwilligen Gast und beobachteten das kleine Kätzchen.
Der Nikolaus legte seine große Hand auf sein Köpfchen.

„Ich bin mir zwar noch nicht sicher, aber ich kann mir schon denken wo ich dich aufgelesen habe. Hier wird es dir bestimmt gut gehen kleines Kätzchen.“ schmunzelte der Nikolaus

Ihr könnt euch sicher denken, wie überrascht unser Kätzchen war als es von allen Seiten gestreichelt und geherzt wurde. Das erste Schüsselchen voller warmer Milch schmeckte wundervoll und die Erinnerungen an die frühere Zeit mit der Mutter und den Geschwistern stiegen wieder in ihm hoch.

Und als sich der Nikolaus später verabschiedete und mit lauten Gebimmel von dannen fuhr, stand unser Kätzchen dankbar und glücklich am Fenster und schaute zu wie sich die große Kutsche mit den vielen braunen Tieren in die Luft schwang und langsam am Horizont verschwand.

Es hatte wieder leicht angefangen zu schneien und als sich unser Kätzchen vom Fenstersims ins heimelige warme Wohnzimmer mit dem großen geschmückten Baum und den Geschenken und den vielen Menschen die alle so lieb zu ihm waren begab, da dachte es sich, wenn das Weihnachten ist, dann ist es das schönste, was ich je erlebt habe.


:-*


Profil von REnate2 (43w)Profil von REnate2 (43w)
REnate2 (43w) schrieb am 02.12.07, 23:01 Uhr:

Die Insel Der Gefühle ..

Vor langer Zeit existierte einmal eine wunderschöne, kleine Insel.....


Auf dieser Insel waren alle Gefühle der Menschen zu Hause:
Der Humor und die gute Laune, die Traurigkeit und die Einsamkeit, das Glück und das Wissen und all die vielen anderen Gefühle. Natürlich lebte auch die Liebe dort.

Eines Tages wurde den Gefühlen jedoch überraschend mitgeteilt, dass die Insel sinken würde. Also machten alle ihre Schiffe seeklar, um die Insel zu verlassen. Nur die Liebe wollte bis zum letzten Augenblick warten, denn sie hing sehr an ihrer Insel.

Bevor die Insel sank, bat die Liebe die anderen um Hilfe.

Als der Reichtum auf einem sehr luxuriösen Schiff die Insel verließ, fragte ihn die Liebe: "Reichtum, kannst du mich mitnehmen?"

"Nein, ich kann nicht. Auf meinem Schiff habe ich sehr viel Gold, Silber und Edelsteine. Da ist kein Platz mehr für dich."

Also fragte die Liebe den Stolz, der auf einem wunderbaren Schiff vorbei kam. "Stolz, bitte, kannst du mich mitnehmen?"

"Liebe, ich kann dich nicht mitnehmen", antwortete der Stolz, "hier ist alles perfekt und du könntest mein schönes Schiff beschädigen."

Als nächstes fragte die Liebe die Traurigkeit: "Traurigkeit, bitte nimm du mich mit."

"Oh Liebe", sagte die Traurigkeit, "ich bin so traurig, dass ich allein bleiben muss."

Als die gute Laune los fuhr, war sie so zufrieden und ausgelassen, dass sie nicht einmal hörte, dass die Liebe sie rief.

Plötzlich aber rief eine Stimme: "Komm Liebe, ich nehme dich mit."

Die Liebe war so dankbar und so glücklich, dass sie ganz und gar vergaß, ihren Retter nach seinem Namen zu fragen.

Später fragte die Liebe das Wissen: "Wissen, kannst du mir vielleicht sagen, wer es war, der mir geholfen hat?"

"Ja sicher", antwortete das Wissen, "das war die Zeit."

"Die Zeit?" fragte die Liebe erstaunt, "Warum hat mir die Zeit denn geholfen?"

Und das Wissen antwortete: "Weil nur die " Zeit " versteht, wie wichtig die Liebe im Leben ist...."!!!


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